Wagniskapital gesucht: Wie Start-ups um ihr Überleben kämpfen

Wagniskapital

Junge Gründer haben es nicht leicht, ihre Firma am Markt zu positionieren. Sie sind meist chronisch unterfinanziert und suchen händeringend nach Geldgebern, die bereit sind, in ihr Unternehmen zu investieren. Vor allem für die Werbung fehlen den kreativen Köpfen die Mittel. Werbemaßnahmen für eine App oder ein Internetportal, auf dem man Offerten vergleichen kann, verschlingen leicht Zehntausende von Franken. Es gibt Gründer, die sich jahrelang mit potenziellen Investoren treffen und immer wieder einen Korb bekommen. Die dafür benötigte Zeit ist unwiederbringlich verloren.

Noch problematischer als die Startphase ist der Zeitraum, der etwa ein bis zwei Jahre nach der Gründung beginnt. Während für die Finanzierung der Räumlichkeiten und des Equipments in der Regel 500.000 Franken ausreichen, sind im weiteren Verlauf größere Investitionen nötig. Das Unternehmen ist noch nicht rentabel, muss aber gleichzeitig Kunden im In- und Ausland akquirieren. Wird kein Geld in die Werbung gesteckt, wird man von der Konkurrenz überrollt.

Der Finanzierungsbedarf liegt in dieser Phase oft bei einigen Millionen Franken. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Ein großer Teil der mit viel Hoffnung gestarteten Unternehmen bleibt auf der Strecke, weil die Verantwortlichen es nicht schaffen, ausreichende Mittel zu besorgen. Diese Geldnot ist ein Grund dafür, warum aus Schweizer Unternehmen selten Weltkonzerne wie SAP oder Microsoft werden. Die fehlenden Geldmittel bremsen die Expansion, sodass aus einem Unternehmen mit viel Potenzial ein mittelständischer Betrieb wird, der weit unter seinen Möglichkeiten bleibt.

In den USA ist Venture Capital eine weitverbreitete Investment-Form, bei der hohe Renditen winken. Der Geldgeber geht ein vergleichsweise großes Risiko ein, da ein Großteil der Firmen es nicht schafft, sich am Markt zu etablieren. Findet man jedoch das berühmte “Golden Nugget”, z.B. eine Plattform, auf der man Offerten vergleichen kann, hat man den sprichwörtlichen Jackpot geknackt. Sobald die Aktien des Unternehmens nach oben schießen, hat man für das ganze Leben ausgesorgt. Manche Investoren kaufen sich später in die Firma ein und entscheiden fortan über die weitere geschäftliche Zukunft mit.

In Europa haben dagegen viele Start-ups Probleme, die nötigen Mittel für den Anschub ihrer Firma zusammenzubekommen. Die Banken halten sich bei der Kreditvergabe meist zurück, sodass man auf private Investoren angewiesen ist. Ein Lichtblick ist die IT-Szene in Berlin: Dort starten jeden Tag fünf neue Unternehmen, deren Besitzer davon träumen, das nächste “Big Thing” zu entwickeln. Etwa 5.000 private Business-Angels finanzieren und beraten die jungen Unternehmen – von der Softwareschmiede bis zur Internetplattform, auf der man kostenlos Angebote für die Erbringung von Dienstleistungen einholen und Offerten vergleichen kann. Die Presse betitelt Berlin neuerdings gar als das “Silicon Valley Europas”.

Auch im Bereich der Offertenportale gibt es mehrere Anbieter, von denen jedoch einer besonders heraussticht: Die Rede ist vom Schweizer Unternehmen Comparendo. 2013 gegründet, hat sich die Plattform zu einem beliebten Marktplatz entwickelt, auf dem man nach Herzenslust Offerten vergleichen kann. Das Konzept des Lead Marketings, das hier zur Anwendung kommt, ist in den USA seit Langem bekannt. Offerten vergleichen bei Comparendo macht Spaß und ist völlig kostenfrei. Nach Ansicht von Marktbeobachtern steht außer Frage, dass die Plattform schon bald zum Marktführer aufsteigen wird.

 

 

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