Lohnt sich der Einstieg in Fonds?

Fonds

In der Zeit vor dem Beginn der weltweiten Finanzkrise waren Fonds ein beliebtes Finanzprodukt, das hohe Renditen versprach. Manche Fondsgesellschaften schalteten Woche für Woche riesige Werbeanzeigen in einschlägigen Zeitschriften und verteilten Werbegeschenke an ihre Klienten. Die Erträge dieser Firmen waren zur damaligen Zeit so hoch, dass sie es sich ohne Probleme leisten konnten, exklusive Gratisartikel wie Schweizer Uhren zu ordern und an gute Kunden zu verschenken. Nachdem die Subprime-Krise vorüber war und sich der Rauch verzogen hatte, waren viele “Stars” der Branche entweder auf Normalgröße zusammengeschrumpft oder gar nicht mehr am Markt vertreten – sie hatten sich zu sehr auf Derivate verlassen, die sich später als wertloses Papier erwiesen.

Einige Anleger denken inzwischen wieder darüber nach, den Einstieg in Fonds zu wagen. Fonds haben eine Reihe von Vorteilen, die gerade für Börsenneulinge attraktiv sind. Die Wertpapiere werden von erfahrenen Finanzexperten verwaltet. Anteile können rund um die Uhr ge- oder verkauft werden, sodass man bei Bedarf jederzeit an sein Geld herankommt. Der Kauf von Fondsanteilen hat jedoch einen gewaltigen Haken: Es wird ein Ausgabeaufschlag fällig, der je nach Gesellschaft zwischen zwei und fünf Prozent beträgt. Dieser Betrag muss zunächst einmal wieder hereingeholt werden, bevor an eine Rendite zu denken ist.

Das Kursrisiko ist bei Fonds relativ hoch

Ein weiterer Nachteil von Fonds ist das Kursrisiko. Abgesehen von Future- oder Hedgefonds spielen Investmentfonds ihre Stärken vor allem in steigenden Märkten aus. In schwachen Perioden kann mit ihnen nur schwer eine attraktive Rendite erzeilt werden. Die meisten Fondsmanager schaffen es zwar, die Verluste während solcher Phasen zu begrenzen, doch für den Anleger ist dies nur ein schwacher Trost.

Darüber hinaus ergibt sich das Problem, dass Fonds einem langwierigen Genehmigungsverfahren unterliegen. Unter dem Gesichtspunkt des Anlegerschutzes ist dies zwar begrüßenswert, doch die Fondsbranche hat so kaum eine Chance, schnell auf neue Marktentwicklungen zu reagieren. Wenn ein Fonds schliesslich zugelassen ist, hat sich die Marktsituation schon wieder geändert. Die Anleger werden mit Werbegeschenken und anderen Aufmerksamkeiten bei Laune gehalten, doch die Renditeerwartungen können zumeist nicht mehr erfüllt werden.

Auch sollte nicht vergessen werden, dass ein Teil der Gewinne von der Inflation aufgefressen wird. Im Euroraum beträgt die Inflation offiziell rund zwei Prozent im Jahr – die tatsächliche Teuerungsrate liegt jedoch weit höher. Selbst mit hochwertigen Werbegeschenken kann dieser Verlust nicht wettgemacht werden.

Flugzeugfonds haben geringe Kostenrisiken

In der heutigen Zeit sind Anlagen mit Substanz gefragt. Flugzeuge stellen einen hohen materiellen Wert dar und sind daher ein begehrte Anlageobjekte. Obgleich man bei Flugzeugfonds meist an eine bestimmte Laufzeit gebunden ist, lohnt sich der Einstieg: Die Ausschüttungen werden jährlich vorgenommen, sodass man zumindest einmal im Jahr die “Ernte” einfahren kann. Wird das investierte Kapital vor Ablauf des Anlagezeitraums (in der Regel 5 bis 15 Jahre) benötigt, können die Anteile auf dem Zweitmarkt verkauft werden. Derzeit werden fast monatlich neue Flugzeugfonds aufgelegt, die mit aufwändig gestalteten Prospekten und Werbegeschenken um Kunden buhlen. Am beliebtesten sind Werbegeschenke, die etwas mit der Flugbranche zu tun haben, z.B. Boeing- oder Airbus-Modelle.

 

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