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Von Frau zu Frau auf dem Finanzparkett

[18.06.2008]Kampf dem Geschlechterkampf, denn der Erfolg ist objektiv. Frauen sind nicht schlechter als Männer, vice versa. Tatsache aber ist, dass die Damenwelt erstarkt und zuweilen tonangebend in Bezug auf wichtige Entscheidungen sind. Entsprechend werden immer mehr Produkte lanciert, die eigens auf den femininen Leib geschneidert sind. So auch von den Banken. Vorhang auf für den Roundtable mit ausschliesslich Finanzakrobatinnen.

Auch wenn Frau und Mann sich in vielerlei Hinsicht die Waagschale halten, der Einfluss der weiblichen Kraft ist extrem stark. Die «Töchter Evas» werden für die Weltwirtschaft immer wichtiger. Sie leisten beispielsweise einen steigenden Beitrag zum Bruttoinlandprodukt – etwa über eine erhöhte Produktivität oder über den zunehmenden Konsum von Gütern und Dienstleistungen. Von den USA über Europa bis nach China werden rund 80 Prozent aller Kaufentscheidungen von Frauen gefällt. Dabei geht es längst nicht nur um alltägliche Produkte.

Entscheidungsträger Frau
Frauen entscheiden massgeblich auch bei grösseren Anschaffungen mit, egal, ob Autos, Häuser, Ferien, Motorboote oder Bankbeziehungen. Diesem Trend tragen zahlreiche Hersteller Rechnung. Sie bieten Prädikate mit frauenspezifischen Features an. Es geht aber noch lange nicht einfach um einen finalen rosa Anstrich, sondern um viel mehr. Denn die Produkte werden vermehrt auf die Bedürfnisse der Frauen gezimmert.

Diesen Wandel der Zeit hat die Bankenwelt relative früh erkannt. Dass sich das Finanzuniversum der weiblichen Wichtigkeit absolut bewusst ist, bezeugen unter anderem massgeschneiderte Programme à la Ladies’ Finance, Eva, Women and Finance etc. Gerade Vertreter aus der Finanzwelt werden allerdings auch immer wieder mit Skepsis konfrontiert. Der Argwohn oder besser gesagt die Ungläubigkeit fusst auf der Meinung, dass solche «Frauen Desks» lediglich reine Akquisitionstools, sprich ausgefeilte Marketingtricks seien.

Frauenpartizipation erwünscht
Schenkt man allerdings «The Economist» seine ungeteilte Aufmerksamkeit, dann dürften diese Bedenken gegenüber den Frauen, sprich den frau enspezifischen Programmen, doch eher als unangebracht erscheinen. Das renommierte US-Wirtschaftsblatt hat in einem Ende 2006 erschienenen Artikel die Frau als «world’s most under-utilised re sour ce», die weltweit am wenigsten ausgeschöpfte Ressource, betitelt. Die Publikation geht etwa darauf ein, inwiefern dieser Missstand zu mehr Armut und stärkeren Kompetenzengpässen beiträgt.

Diese Kausalität sieht auch der indische Nobelpreisträger, Wirtschaftsphilosoph und Harvard-Professor Amartya Sen. Sen, der überdies mit dem höchsten zivilen indischen Staatsorden, mit der Eisenhauer-Medaille und dem beliebten Meister-Eckhart-Preis ausgezeichnet worden ist, vertritt schon lange die These, dass für die heutige gesunde Weltentwicklung nichts wichtiger ist als eine stärkere feminine Partizipation – ökonomisch, politisch und sozial gesehen sind die Töchter Evas also unabdingbar.

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Kommentare (1)

#1 Max Singer  |  09.07.2008  |  15:33

warum gibt es eigentlich keine männer-events, die mal nicht nur fachchinesisches anbieten, sondern auch ein schönes ambiente anbieten?


PUNKT MAGAZIN - WOMENOMICS

Das Investmagazin mit Lifestylecharakter kommt im Hochglanzkleid daher und hat sich mit dieser Aus-
gabe, die ab dem 25. Juni 2008 erhältlich ist, zur Gänze dem Thema Frau verschrieben, Stichwort 
Womenomics.

Beleuchtet werden etwa die Frauen in Bezug auf das Anlagephänomen BRIC oder die toughe Situation der Damen in der Hedge-Fund- und Private-Equity-Welt.

Zudem lässt sich nachlesen, inwiefern sich die Frau zum begehrten Kundensegment entwickelt hat und welche Branchen/Firmen vom fraulichen Auf-
wärtstrend profitieren. Für Spannung sorgt überdies nicht nur der Roundtable mit ausschliesslich weiblichen Finanzakteuren, sondern auch der Bei-
trag über das n-tv-Aushängeschild Carola Ferstl. 

Erfolgreiche Evastöchter jedweder Couleur geben obendrein ihre Statements zu verschiedensten Frauenfragen ab.

www.punktmagazin.com ...ist Philosophie und dann noch am Kiosk erhältlich.
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ZEITREISE 2018

Unter dem Motto «Zeitreise 2018» lädt der Verband Frauenunternehmen anlässlich seines 10jährigen Bestehens zu einem Event der besonderen Art.

Der Name ist Programm: Der Jubiläumsanlass fokussiert den Blick in die Zukunft. Und das vom 29. auf den 30. August, zu nächtlicher Stunde, der wissenschaftlich nachgewiesen kreativsten Tageszeit des Menschen.

Ziel der Veranstaltung ist, Unternehmerinnen und Kadermitarbeiterinnen von Schweizer Unternehmen eine kompetente, inspirierende Plattform zu bieten, für die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Ideen (aktive Gestaltung ihrer unternehmerischen Zukunft).

www.zeitreise2018.ch

www.frauenunternehmen.ch
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