[27.01.2009]Unabhängige externe Vermögensverwalter stehen in der Anlegergunst ganz oben. Doch im Angebotsdschungel den richtigen Vermögensverwalter zu evaluieren, schafft man nicht mal mit der Machete. Vor der eigentlichen Suche ist es aber wichtig zu wissen, was überhaupt ein externer Vermögensverwalter ist und wo die tatsächlichen Vorteile liegen. Dies und vieles mehr ...
Ende 2008 waren hierzulande rund 6'500 Fonds zum öffentlichen Vertrieb zugelassen. Deren Gesamtvermögen belief sich zu diesem Zeitpunkt auf mehr als 450 Milliarden Franken. Im Bereich der strukturierten Produkte sind die Zahlen angenehmerweise frischgebackener. Sie duften entsprechend fein, verdeutlichen aber ebenso, dass das Angebot schier unerschöpflich ist. Im vergangenen Jahr offerierten die zehn grössten Anbieter über 20'000 Investmentvehikel, wobei Warrants da auch mit reinspielen. Das Jahr durch emittierten Vontobel, UBS, ZKB, CS, GS, RBS (ex ABN Amro), SGAM (ex Julius Bär), DB, HSBC und Clariden Leu gut 2'500 neue Produkte.
Entsprechend der Weltwirtschaftslage dürfte sich diese Anzahl 2010 drastisch erhöhen. Für den Anlagehungrigen ist das Fluch und Segen zugleich. Zwar kann er jede Art von Investmentpillen schlucken, muss aber handumkehrt aus einer Flut von Möglichkeiten die richtigen rauspicken und dadurch hoffen, die Nebenwirkungen ertragen zu können. Dass Mutter Helvetia ausserdem um die 2'600 Unternehmen, die sich auf die Vermögensverwaltung spezialisiert haben, beherbergt, macht die Sache kaum einfacher.
Thomas Flothen, Portfoliomanager, Fondsverwalter und Partner bei Privus AG, einem unabhängigen externen Vermögensverwalter in Zürich, gibt offenherzig Auskunft zum Thema «Externe Vermögensverwaltung»:
Als langjähriger Investmentprofi ist er hautnah am Markt und hat entsprechend einige Empfehlungspfeile im Köcher, die er im nachfolgenden investchannel.ch-Gespräch nur zu verschiesst. Ob Flothen damit auch in die Mitte trifft, das wird sich zeigen. Vorhang auf: