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Indexiertes Investieren im Trend

[15.10.2009]Die steigende Komplexität der Finanzmärkte macht den Anlegern immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Einer von zehn Investoren kommt beim «Stock Picking» gut weg. Kommt hinzu, dass es lediglich 20 Prozent der klassischen Anlagefonds es schaffen, die jeweilige Benchmark zu übertreffen. Da treffen hohe Kosten auf Minderrenditen, ein ungleiches Spiel. Die Alternative in Form eines Direktinvestments bietet «indexinvest».

Auf der Grundlage von empirischen Erkenntnissen sollen durch konsequentes Index-Anlegen Emotionen ausgeschaltet werden. Das heisst aber nicht, dass dabei keine Anlagestrategie zugrunde liegt. Denn diese zeichnet jeweils für 80 bis 90 Prozent des Erfolges verantwortlich. Bevor der Investment-Fuss also in die Börsentüre gestellt wird, muss vorgängig ein individuelles Gespräch geführt werden, bei dem die Anlagestrategiepfeiler eingeschlagen werden.

Für die dauerhafte Umsetzung der zu Beginn gewählten Strategie sorgt das regelbasierte «Rebalancing» der Investitionen. Diese Anpassungen erfolgen nicht nach Gutdünken des Fondsmanagers, sondern nach vordefinierten Regeln ohne Interpretationsspielraum. Was sich zuweilen harsch anhört, ist äusserst zentral. Die Forschungsrichtungen «Behavioral Finance» und «Emotional Finance» verdeutlichen immer wieder, dass dem Anlageerfolg oft Emotionen im Wege stehen ...

Allgemeine Informationen zu «indexinvest» erfahren Sie im ersten Teil des Videointerviews mit Oliver Jaussi, Direktor, und Lionel Baschung, Vizedirektor und Bereichsleiter Anlagen der Clientis Sparkasse Horgen.

Obwohl auf die Generierung einer Überrendite (Alpha) verzichtet wird, ist das direkte Investieren in Indizes laut Baschung alles andere als langweilig. Wobei «spannend» oder «langweilig» vermutlich nicht die richtigen Adjektive sind, um Index-Investing charakterisieren zu wollen. Ein Vergleich mit Autos drängt sich da eher auf. Während etwa ein strukturiertes Produkt mit einem Ferrari vergleichbar ist (schnell, aber gefährlich) und eine Obligation mit einem Volvo (unspektakulär, schwerfällig, hält dafür ewig), kann «indexinvest» am ehesten mit einem Skoda verglichen werden. Nur (oder vielleicht: noch) wenige fahren ihn, aber bezüglich Preis-Leistungs-Verhältnis kann man sich nicht beklagen.

Während wie eingangs erwähnt etliche direktinvestierende Börsianer mit den eigenen Emotionen hadern und dabei in fast jede Bärenfalle tappen, sprechen auch viele Fondsmanager eine Sprache. Leider eine etwas sehr unbefriedigende, vermag es doch das Gros nicht, die eigene Benchmark zu schlagen. Insofern erstaunt es auch nicht, dass mittlerweile mehrere Anbieter auf den Zug des indexierten Anlegens aufgesprungen sind. Beispielsweise die Credit Suisse mit «IndexSelection», Hinder Asset Management mit «Active Index Investing» oder auch die VermögensPartner AG, die aktiv und passiv verwaltete Vermögensmandate anbieten.

Genaueres über Kosten und Rebalancing von «indexinvest», aber auch über den Umgang mit ETF und Baissen, erfahren Sie in der Fortsetzung des Videointerviews.


Die Transparenz bei «indexinvest» bezieht sich nicht nur auf die anfallenden Kosten und die Dividenden. Auch allfällige Retrozessionen der Fondsgesellschaften (sogenannte «Kickbacks») werden den Anlegern anstandslos weitergegeben. Dies ist leider immer noch keine Selbstverständlichkeit, auch wenn das Bundesgericht bereits 2006 entschieden hat, dass Kickbacks offengelegt und den Anlegern überwiesen werden müssen. Dem leidigen Thema «Retrozessionen» hat investchannel bereits in der Vergangenheit einen Beitrag gewidmet.

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Kommentare (1)

#1 Alfred Rieder  |  18.10.2009  |  19:29

Mit den gemachten Aussagen bin ich absolut einverstanden. (Mein Vermögen ist in IndexInvest investierrt.)


DER BANKER ALS PRIVATINVESTOR

Oliver Jaussi erklärt, warum Banker schlechte Privatinvestoren sind und wie sie das Geld besser anlegen könnten - er lebt es vor (was immer ein gutes Zeichen ist).
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DIE VIER STRATEGIEN

Um eine massgeschneiderte Lösung zu präsentieren, wird in einem Beratungsgespräch anhand der Erwartungen Risikoneigung des Anlegers vorgängig die passende Strategie gewählt.
(Quelle: «indexinvest»)

Stabilität
wird erreicht durch Investitionen in festverzinsliche Anleihen, die ein tiefes Risiko aufweisen. Mittels Anlagen in Aktien werden hohe Renditen gejagt, während die Absicherung wiederum durch Investments in Immobilien und Rohstoffen sicher gestellt wird.  
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GOAL - ODER DOCH EIGENTOR?

Mit 1 Anlagevolumenprozent fällt die Gebühr bei «indexinvest» eher tief aus. Da stellt sich die Frage, ob die Bank mit ihrem Angebot nicht ihr eigenes Geschäftsmodell (das von Verwaltungsgebühren, Courtagen, Konto- und Depotführungsspesen lebt) untergräbt.

Hören Sie die darauf die Replik von Oliver Jaussi.
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ANLAGESTRATEGIE

Der Wichtigkeit der richtigen Anlagestrategie hat PUNKTmagazin bereits vor über einem Jahr eine Ausgabe gewidmet. Hier gelangen Sie bequem und einfach auf die PUNKTwebsite. Die Edition «Fokus: Finanzmarktstrategien» lässt sich kostenlos als PDF herunterladen.
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A PROPOS ROHSTOFFE

Auch bei den «indexinvest» spielen Rohstoffe eine wichtige Rolle. Der boomende Rohstoffmarkt sorgt momentan auch anderorts für Aufmerksamkeit. So widmet sich die Oktober-Ausgabe des PUNKTmagazin ausführlich diesem Thema.

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