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Ein Schritt in Richtung Wohlstand

[20.06.2008]Der philanthropische Funken ist mit der Erstarkung des gestiegenen nachhaltigen Gedankengutes vermehrt auch auf andere Leute übergesprungen. Eine direkte und positive Folge ist das Thema Mikrofinanz, welches sich rasch entwickelt. Die Schweiz nimmt diesbezüglich eine Vorreiterrolle ein. Helvetia sucht damit den Weg gegen die Armut und Mittel für mehr Wohlstand.

Geld zieht eine grosse Verantwortung nach sich. Das hat die weltweite Finanzgemeinde schon länger erkannt, sie ist auf gutem Weg, den Brückenschlag zwischen Arm und Reich zu schlagen. Das Schlagwort hierfür ist Mikrofinanz. Mikrofinanz umfasst ein weites Feld an finanziellen Basisdienstleistungen wie beispielsweise Kredite, Sparbücher, Versicherungen, Geldtransfers.

Ziel der sogenannten Mikrofinanzinstitutionen ist es, den «armen und unternehmerisch aktiven Menschen» gewisse Finanzdienstleistungen zu offerieren. Vielmals haben die Mikrofinanzunternehmer gedeihliche Geschäftsideen und natürlich ihre motivierte Arbeitskraft, leider aber fehlt es ihnen insbesondere an finanziellen Mitteln, um die Umsetzung mit Erfolg zu krönen.

Starker sozialer Zusammenhalt
Herkömmliche Bankinstitute verweigern den «Bedürftigen» vielmals eine Geldauszahlung, zumal das meiste Vermögen der Menschen (insbesondere in den Entwicklungsländern) nicht flüssig auf der Bank liegt und folgedessen weder Kredite bezogen werden können oder Zinszahlungen fliessen. Überdies verfügt das Gros nicht einmal über einen amtlich beglaubigten Ausweis, was etwaige Auszahlungen nochmals erschwert.

Mikrofinanzorganisationen springen genau da in die Bresche. Sie haben spezifische Wege, sich abzusichern, ein häufiger Ansatz ist die Bildung von Spargruppen. Konkret heisst das, dass die Kreditnehmer(-innen) – häufig sind es Frauen – eine Gemeinschaft bilden, in der sich die Frauen gegenseitig, etwa bei der Produktion und der Kreditrückzahlung, unterstützen.

Dies funktioniert insofern meistens einwandfrei, weil der soziale Zusammenhalt in vielen Entwicklungsländern enorm stark ist. Ausserdem möchte niemand im Dorf das Gesicht verlieren, indem das Geld nicht retourniert werden kann. Gewisse Studien reden von einer durchschnittlichen Rückzahlungsquote von bis zu 98 Prozent.

Innovator Schweiz
Mikrofinanz ist inzwischen salonfähig geworden. Die Schweiz als bedeutender Finanzmarkt auf globaler Ebene nimmt in diesem Zusammenhang eine innovative und führende Rolle ein. Das Engagement ist zwar nicht ganz neu, hat Helvetia dank staatlichem wie auch privatem Support in den Entwicklungs- und Schwellenländern schon einiges an Aufbauarbeit geleistet.

Dafür verantwortlich zeichnen zu grossen Teilen zwei staatliche Agenturen: Die beim Aussendepartement angesiedelte Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) sowie das dem Wirtschaftsdepartement unterstellte Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Beide haben sich die Bekämpfung der Armut auf die Fahne geschrieben, unterscheiden sich aber darin, wie sie es schliesslich erreichen wollen.

Mit demselben Ziel vor Augen wirkt auch responsAbility. Das in Zürich ansässige Institut, das im Jahre 2003 von diversen Banken aus der Taufe gehoben wurde, entwickelt hauptsächlich Anlageprodukte für den Social-Investment-Markt. Sämtliche Investmentvehikel bieten ein auf langfristig reale Wertsteigerung ausgerichtetes Konzept mit einem maximalen sozialen Nutzen für die Dritte Welt.

Konkrete Investmentopportunität
Der Schweizer Privatanleger kann faktisch seinen Finanzfuss in die Mikrofinanztüre stellen, indem er in den responsAbility Global Microfinance Fund investiert. Das Anlagevehikel engagiert sich vornehmlich in Mikrofinanz und vereinzelt in verwandte Gebiete à la Trade, Fair Trade. Der Fonds hält überwiegend festverzinsliche Anlagen, oft in Darlehensform an Mikrofinanzinstitutionen.

Die zweitgrösste Tranche beinhaltet momentan Geldmarktpapiere sowie Cashpositionen. Die Risikostreuung des Portfolio ist weltweit ausgefallen, zurzeit allerdings mit Hauptaugenmerk auf Lateinamerika und Osteuropa sowie Zentralasien. Das responsAbility-Produkt eignet sich gerade für langfristig disponierende Akteure, die nebst einem finanziellen Ertrag auch einen sozialen Nutzen erzielen wollen.

Der Zugang zu Sparmöglichkeiten/Krediten für Klein- und Kleinstunternehmen in den Entwicklungs- und Transformationsländern ist ein wichtiger Entwicklungsschritt. Ein Schritt sowohl in Richtung Wohlstand als auch gen effizienter Armutsbekämpfung. Microfinance – Kleinstkredite mit grosser Wirkung!

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MIKROFIRMEN/ENTWICKLUNGSLÄNDER

  • 80 Prozent aller Unternehmen
  • 50 Prozent aller städtischen Gesellschaften
  • Hauptlieferant für Arbeitsplätze
  • 500 Millionen Mikrounternehmer weltweit
  • 5 bis 10 Prozent haben lediglich Zugang zu Finanzdienstleistungen
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WOMENOMICS - VORHANG AUF!

Frauen machen die Majorität der armen Leute welt-
weit aus. Frauen sind nichtsdestotrotz die wirt-
schaftliche Triebfeder.

Frauen erstarken je länger je mehr, entsprechend reden viele Experten in dem Zusammenhang von einem «Megatrend Frau».

Frau ist aber noch viel mehr! Vertiefte Einblicke zu Womenomics und anderen spannenden Themen gewährt das Investmagazin PUNKT.

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LITERATUR ZU MIKROFINANZ

Die unabhängige Finanzexpertin, Beraterin und Buchautorin Naoko Felder-Kuzu hat sich mit Haut und Haaren dem Thema Mikrofinanz verschrieben.

Nebst diversen Publikationen zeichnet sie für nachfolgende zwei Bücher verantwortlich:

 

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