Immobilien als Altersabsicherung – Top oder Flop?

Immobilien als Altersabsicherung

Immobilien werden bisweilen auch als “zweite Rente” bezeichnet. Viele Menschen lassen sich von der verlockenden Vorstellung, im Alter miet- und schuldenfrei zu wohnen, zu einem Hauskauf verleiten. Doch ist der Erwerb einer Immobilie als Altersabsicherung wirklich lohnenswert? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn es gibt eine Vielzahl von Konstellationen und ebenso viele Faktoren, die hier zum Tragen kommen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine Immobilie durchaus als Baustein der Altersvorsorge geeignet ist – unter einer Voraussetzung: Die Rahmenbedingungen müssen stimmen.

Instandhaltungsmaßnahmen gehen ins Geld

Bei einfachen oder mittelklassigen Objekten steht spätestens nach 30 Jahren eine Erneuerung der Dachkonstruktion an. Die Fenster sind häufig in einem schlechten Zustand, und auch die Fassade muss saniert werden. Diese Arbeiten sind zur Erhaltung der Immobilie unerlässlich und gehen ins Geld. 100.000 Franken sind hier die absolute Untergrenze. An dieser Stelle wird bereits deutlich, dass das miet- und schuldenfreie Wohnen für viele Hausbesitzer ein Wunschtraum ist. Dem lässt sich nur entgegenwirken, wenn beim Bau des Hauses auf hochwertige Materialien gesetzt wird – andernfalls muss während der Kredittilgung zusätzliches Geld für die fälligen Renovierungsarbeiten angespart werden.

Auch das Innere des Hauses muss von Zeit zu Zeit renoviert werden. Besonders anfällig für Beschädigungen sind Fußböden, Heizkörper und Türrahmen. Manche Hausbesitzer entschließen sich, im Zuge der Renovierung einen Experten für Raumdesign hinzuzuziehen. Mittels Raumdesign können verwohnte Räume wieder mit Leben erfüllt werden, sodass sich der Eigentümer in eine andere Zeit zurückversetzt fühlt. Es kommt vor, dass sich der Verkaufswert eines Hauses verdoppelt, wenn sich ein Experte für Raumdesign der Immobilie annimmt.

Rücklagen für die Erhaltung zu bilden, ist für manche Hausbesitzer schlechterdings nicht möglich: Zu hoch ist die finanzielle Belastung durch den Hauskredit. Die Raten müssen bedient werden, und Kosten für andere Dinge wie Haushaltsgeräte und Urlaubsreisen strapazieren das Budget zusätzlich. Für die Verschönerung der Zimmer durch Raumdesign bleibt da kaum Geld übrig, sodass der Bewohner dazu verdammt ist, über Jahrzehnte in denselben Räumen zu wohnen. Die Mietersparnis ist in einer solchen Situation nur ein schwacher Trost.

Der Verkauf der Immobilie ist häufig ein Verlustgeschäft

Kritisch wird es, wenn die Immobilie verkauft werden muss. Befindet sich das Haus in einer gefragten Lage, kann man fast immer eine Wertsteigerung verzeichnen – selbst dann, wenn der Zustand der Immobilie nicht sonderlich gut ist. Liegt das Haus jedoch in einem Stadtteil, der sich zu einem sozialen Brennpunkt entwickelt hat, rutscht der Marktwert ins Bodenlose. Das Ergebnis eines solchen Verkaufs ist ein Schuldenberg, den man in seinen verbleibenden Lebensjahren abtragen muss.

Es sollte daher immer abgewogen werden, ob man sich die Finanzierung einer Immobilie leisten kann. Gut verdienende Beamte und Menschen mit sicheren Jobs haben in der Regel keine Probleme, Kredite zu günstigen Konditionen zu bekommen. Viele von ihnen können es sich sogar erlauben, ihr Haus bei Bedarf durch Raumdesign zu verschönern. Der Durchschnittsverdiener muss sich sein Haus dagegen vom Mund absparen. Wer seinen Kindern etwas bieten will und nicht sein ganzes Leben Schulden abtragen möchte, ist daher gut beraten, eine solche Entscheidung nicht leichtfertig zu treffen. Ist der Kreditvertrag erst einmal unterschrieben, gibt es kein zurück mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Gedanke zu “Immobilien als Altersabsicherung – Top oder Flop?

  1. Thomas

    Wie bei jeder anderen Vorsorge, muss auch ein solcher Kauf gut überlegt sein. Hier lohnt es sich immer die unterschiedlichen Möglichkeiten zu vergleichen, um so erst mal für sich selbst einen Überblick zu bekommen. Auf diese Weise wird jeder die für sich beste Entscheidung finden.

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