Wirtschaftliche Zukunftstrends
[26.06.2008]In jüngster Vergangenheit wurde die Weltwirtschaft immer wieder mit Hiobsbotschaften und prekären Ereignissen konfrontiert. Als Folge musste sich das Wachstum den Hemmschuh aufzwingen lassen. Die Auguren für die nähere Zukunft machen dem Finanzmarktteilnehmer denn auch nur begrenzt Freude. Doch die Weintrauben hängen nicht derart hoch, dass der Anleger sie nicht zu fassen kriegt.
Das Schreckgespenst in Gestalt der Inflation geistert wild herum und setzt der globalen Konjunktureuphorie einen Dämpfer auf. Ebenfalls dämpfend oder besser gesagt wachstumshemmend ist die noch immer nicht ausgestandene Kreditkrise. Der damit verbundene elegische Teppich legt sich fast schon frivol sowie erdrückend über die ganze Welt und zieht unter anderem etliche Finanztitel im Sog tief nach unten.
Wirtschaftlicher Hemmschuh
Darüber hinaus führt sie dazu, dass die mächtigsten Bankinstitute beinahe schon im Eintagesrhythmus gigantische Abschreiber verkünden. Vor uns türmt sich also ein Milliardenbetrag von Wertschriften auf, dessen Wert unklar ist und vor allem von niemandem gekauft werden will. Das ist wahrlich kein gutes Omen, allerdings auch noch lange nicht die Spitze des unheilvollen Eisberges.
Denn die Weltkonjunktur hat sich in Bezug auf das Wachstum einen Hemmschuh übergestülpt. Wagt man beispielsweise einen Blick auf diverse Studien des ZEW, dem Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung, so sieht man rasch, dass die zweite Jahreshälfte 2008 und das gesamte Jahr 2009 in den meisten Ländern auf unserem Kontinenten weniger auf Rosen gebettet sind.
Ob dies etwa Portugal, Finnland, England oder Holland ist, spielt eigentlich keine Rolle, denn fast durchs Band werden tiefere Wachstumszahlen verkündet. Rückgänge gehen auch im Zusammenhang mit den Import- oder der unternehmerischen Investitions-
aktivitäten einher. Dies ist gemäss dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse auch in unseren Breitengeraden der Fall. Ein anderer wirtschaftlicher Frostvorbote stellt der momentane, weltweite Markt für Fusionen und Übernahmen dar. In den vergangenen Monaten hat die bisherige Rastlosigkeit eindeutig eine Pause eingelegt.
Schrumpfmarkt M&A
Der kumulierte Transaktionswert der von Investmentbanken betreuten «M&As» ist in der Zeitspanne von Oktober 2007 bis Ende Februar 2008 von 7,7 Billionen Euro auf 2,5 Billionen Euro (das Ranking lässt sich auf der rechten Seite finden) geschrumpft. Von Wachstum also keine Spur, ausser in der Schweiz. Gemäss der Credit Suisse hat das M&A-Volumen im ersten Halbjahr 2008 über der Vergleichsperiode des Vorjahres gelegen. Nestlé/Novartis/Alcon und IAWS/Hiestand zeichnen insbesondere dafür verantwortlich.
Ebenfalls eine Spur (von leichtem) Wachstum dürfte die Wirtschaft Helvetiens in absehbarer Zukunft an den Tag legen. Gemäss Economiesuisse wird das BIP-Wachstum 2008 mit 1,5 Prozent bis maximal 1,7 Prozent zu Buche schlagen. Für das kommende Jahr sind die Auguren ähnlich, obschon, so die Ökonomen von Economiesuisse, nicht von einer Rezession ausgegangen werde. Das alles hört sich für den (Privat-)Anleger nur begrenzt lustig an, ist es doch – auch in Zeiten erhöhter Volatilität – immer schwieriger, sich mit Erfolg im Finanzgeschehen zu engagieren.
Privatbankier bezieht Stellung
Nichtsdestotrotz tauchen in einem derart «gefährlichen» globalen Wirtschaftsumfeld auch überall und stets zukunftsträchtige Gefahren auf. Und auch wenn die meisten Prognosen nicht sonderlich viel versprechend sind, bestehen Opportunitäten zuhauf, sein Geld gewinnbringend zu parkieren.
Investchannel.ch ist auf Tuchfühlung gegangen und hat eine der wohl renommiertesten Schweizer Privatbanken, Rahn & Bodmer, vor die Kamera geholt. Eric Steinhauser, Leiter Investment Services, liefert unter anderem Voraussagungen zu Wirtschaft, Börse und Zinsen weltweit. Ferner gibt der Direktor, Chartered Financial Analyst und Betriebsökonom Auskunft, wie es tatsächlich um den Bankenplatz Schweiz steht. Überdies verrät er, wo sich die wahren Renditeperlen auf globaler Ebene befinden …
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