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Hedge-Fund-Einblicke

[26.06.2009]Die Meinungen über Hedge Funds gehen weit auseinander. Die einen halten sie für «Heuschrecken» während sie die anderen als die «Herren des Universums» feiern. Beides hat etwas (Un-)Wahres. Diese alternativen Anlagevehikel haben durchaus ihre Daseinsberechtigung und sind aus dem modernen Portfoliokontext nicht mehr wegzudenken.

Hedge Funds haben jedoch 2008 trotz zweistelligen Verlusten besser rentiert als beispielsweise Aktien und damit ihre Funktion als Diversifikationsinstrument erfüllt.Unter dem Begriff Hedge-Fonds werden Anlagevehikeln zusammengefasst, die eine bunte Vielfalt an Anlagestrategien verfolgen. In nur sechs Jahren stieg das verwaltete Vermögen der einstigen «Wunderkinder» von rund 500 Milliarden Dollar auf rund 2000 Milliarden Dollar. Die hohen Mittelzuflüsse brachten jedoch auch neue Risiken für Hedge Funds mit sich - wie etwa das Leverage- und Liquiditätsrisiko. Mit Leverage versuchen die Funds, ihre Renditen auf das eingesetzte Eigenkapital zu erhöhen, indem sie Fremdkapital oder Derivate benutzen. 

Totgesagte leben länger
Gemeinsam ist ihnen, dass sie wenig bis gar nicht reguliert sind und darüber hinaus gleichen diese Börsenvehikel einer «Black box» (Intransparenz). Da Hedge Funds ihr Geld mit dem Ausnützen von Spezialkenntnissen auf dem Finanzmarkt verdienen, lassen sich die Manager nicht gerne in die Karten schauen. Doch Besserung bezüglich Regulierung ist in Sicht, wie Dr. Magne Orgland, Wegelin & Co. Privatbankiers, im investchannel.ch Gespräch verspricht. 

Viele dieser Fonds erlitten im vergangenen Jahr im Sog der globalen starken Marktverwerfungen hohe Verluste, obwohl sie dem Anleger mit dem Ziel einer positiven Rendite in jedem Marktumfeld angepriesen worden waren. So oder so haben Hedge Funds 2008 trotz zweistelligen Verlusten besser rentiert als beispielsweise Aktien und damit ihre Funktion als Diversifikationsinstrument erfüllt.

Auch künftig ein wichtiger Portfoliobaustein
Die Vielfalt der Hedge Funds ist nicht nur in den Produkten vorhanden, sondern in den Strategien. So können ganz verschiedene Anlageansätze abgebildet werden. Ein entscheidender Faktor bei einem Hedge Fund ist der Manager.

Somit gilt es vor einem Anlageentscheid, die Strategien und Investment-Ideen der Fondsmanager genau zu verstehen. Für ein Privatanleger ist das kaum machbar. Diese Aufgabe übernehmen die Banken, damit sie so die optimale Beratung sicher stellen können. Nicht alle Investment-Ideen führen zum Erfolg, die Diversifizierung ermöglicht aber, dass Anleger über einen längeren Zeithorizont auf der positiven Seite stehen. Die Hedge-Fund-Branche darf nicht abgeschrieben werden. Das Bedürfnis nach Risikoreduktion und Absicherung ist bei privaten wie auch institutionellen Anlegern aktueller denn je. Dank dem Umzug von Offshore-Funds nach Luxemburg wird es zu einer verschärften Regulierung kommen. Und dank einer verschärften Regulierung, eine transparente UCITS-III-Struktur, erhöhte Liquidität (täglich oder wöchentlich) sowie eine vernünftige Gebührenordnung sollte dem Vehikel Hedge-Fonds neuen Schwung verleihen.


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Kommentare (5)

#5 Marcel Koller  |  30.06.2009  |  14:27

Man muss da schon sehr aufpassen oder genau hinschauen. Aber gerade diese Intransparenz erschweren die gelungene Selektion gewaltig. Glück gehört sicher auch dazu. Und passende Marktsituationen.

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#4 Sybille Bühler  |  29.06.2009  |  16:27

Alle die Hedgefunds verteufeln haben entweder keine Ahnung oder sie sind zu faul, um sich genügend mit Informationen einzudecken. Diese Instrumente passen sehr gut in die Finanzwelt und ohne sie wäre es wohl aschfahl. Nicht alle sind gut, klar, aber dafür braucht man sich eben gut zu informieren. Verschiedene Anbieter oder Plattformen angehen. Es lohnt sich und Geld will ja jeder verdienen. Mehr solche Artikel sind gewünscht.

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#3 Ernst Schärer  |  26.06.2009  |  17:22

Die Kunst ist es die "Bad-Boys" bzw. die "Good-Boys" zu finden. Na dann viel Spass. Aber mir gefällt der Ansatz der Ansatz der Deutschen Bank. Die haben einen ETF basierend auf ihrer Hedge-Fund-Plattform. So erkennen sie sehr schnell was abgeht in einem Hedge Fund..

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#2 Hans-Jürg Notter  |  26.06.2009  |  16:08

Ich bin bislang ganz gut gefahren mit Hedgefunds. Aber es ist schon so, dass es zu viele gibt. Gibt es auch eine Konsolidierung? Wer das richtige Produkt findet, fährt sicher ganz gut.

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#1 Sean V.  |  26.06.2009  |  13:33

Bei diesen Instrumenten wäre ich immer vorsichtig. Vertiefte Informationsbeschaffung ist da absolut wichtig und ein entsprechendes Vertrauen zum Finanzinstitut wichtig.


DER ERSTE HEDGE-FUNDS...

Alfred Winslow Jones gilt als Erfinder des Hedge-Fonds-Konzept. Im Jahre 1949 gründete er den ersten Hedge-Fonds. Die Idee sammelte er bei seiner früheren Tätigkeit als Wirtschaftsjournalist. Bei seinen Recherchen stellte er fest, dass keiner der professionellen Analysten ihm wirklich verlässliche Aussagen über zukünftige Wertpapier-kurs- Entwicklungen fällen konnten. Sein Fazit: Unabhängig davon in welche Richtung sich die Börsen entwicklen, muss eine Strategie Geld einbringen. So lancierte er im Jahre 1949 den ersten Hedge-Funds. Dieser investierte in unterbewertete Unternehmen und verkaufte überbewertete Firmen, ohne dabei deren Aktien zu halten (Leerverkauf). Durch diesen gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Aktien konnten sie einen Teil des Marktrisikos ausschalten.
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SCHLAGWORTABTAUSCH

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WEITERE HF-INFORMATIONEN

Mehr Hedge-Fund-Wissen lässt sich hier aneignen respektive abrufen.

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«HEDGEGATE»

Die Schwerpunkte des Zentrums für Alternative Investments & Risk Management sind die For-
schung und die Lehre unter anderem in den Ge-
bieten Investments, Fonds, Hedge Funds und Dach-Hedge-Funds.

Ein Schwerpunkt bildet die Forschung und die Weiterbildung rund um Funds of Hedge Funds, die vom Transparency Council Funds of Hedge Funds seit 2003 unterstützt wird.

Mit diesem Support entstand «hedgegate», das führende Internetportal und die umfassendste Datenbank für Schweizer Funds of Hedge Funds, die seit 2008 von der hedgeanalytics AG betrieben wird.

Die hedgeanalytics AG ist eine Spin-out-Firma der ZHAW.
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