Finanzierung eines Eigenheims in der Schweiz

Haus

Für viele Schweizer ist das Eigenheim noch immer die beliebteste Variante beim Wohnen, denn sie ermöglicht die Freiheit, sein eigenes Haus bzw. die Wohnung so zu gestalten, wie man möchte und sich langfristig wohlzufühlen.

Jedoch ist der Kauf eines Eigenheims in der Schweiz noch immer ein finanziell schwieriges Unterfangen, denn Immobilien sind teuer und die Anforderungen an Eigenkapital und Einkommen hoch. Laut HEV kostet ein Einfamilienhaus in der Schweiz ca. das Achtfache eines durchschnittlichen Schweizer Jahreseinkommens, was im internationalen Vergleich sehr viel ist. Außerdem müssen mindestens 20% Eigenkapital (meist im Bereich von CHF 150’000-200’000) vorhanden sein und das Bruttoeinkommen der zukünftigen Eigenheim-Besitzer sollte nicht mehr als ein Drittel der laufenden Kosten ausmachen. Die laufenden Kosten sind grob 6% des Kaufpreises jährlich und setzen sich aus Hypothek, Amortisations- und Unterhaltsaufwand zusammen.

Ob ein Eigenheim finanzierbar ist, hängt vor allem von der Einkommenssituation ab und davon, wie lange man auf eine Wohnung oder ein Haus sparen möchte. Mit einigen simplen Tipps kann man jedoch mehr aus seinen Ersparnissen holen, wie ktipp.ch zeigt:

Wer in die Säulen 3a und 3b einzahlt, hat steuerliche Vorteile und gleichzeitig Vorzugszinsen. Außerdem lohnt es sich, in risikoarme Wertpapiere (Fonds) mit guter Rendite (ca. 4%) zu investieren. Durch das Verpfänden von Pensionskassengeldern kann ebenfalls ein beträchtlicher Beitrag zum Eigenkapital geleistet werden (Details siehe ktipp.ch).

Energie sparen = Kosten sparen

Gerade bei den laufenden Kosten eines Eigenheims spielen Energiekosten eine große Rolle. Aus diesem Grund werden energiesparende Bauweisen bzw. Nachsanierungen immer häufiger, denn so schont man nicht nur die Umwelt, sondern spart auf lange Sicht auch Heiz- und Stromkosten.

Passiv- oder Niedrigenergiehäuser sind die energiesparendsten Modelle, denn sie sind so gut isoliert, dass keine bzw. kaum Heizwärme zugefügt werden muss. Gerade angesichts der steigenden Energiepreise lässt sich hier in 50 Jahren sehr viel sparen (Schätzwert ca. 100’000 Franken im Vergleich zu einem konventionell gebauten Haus). Die höheren Baukosten für Passivhäuser werden häufig durch Förderungen ausgeglichen.

Immer beliebter werden auch alternative Energieformen für den Eigengebrauch, z.B. eine Photovoltaik-Anlage zur Stromerzeugung oder eine thermische Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung. Etwas weniger häufig, zum Teil aber auch sinnvoll, sind Windräder.

Mit guter Planung und das Ausnutzen von Finanzierungshilfen kann ein Eigenheim also auch mit einem durchschnittlichen Schweizer Einkommen problemlos finanziert werden. Wichtig ist, dass kein unnötiges Risiko bei der Finanzierung eingegangen wird .

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