Existenzgründung: Die eigene Eventagentur

Eventagentur

Die Eventbranche ist ein stark wachsender Markt, der noch längst nicht gesättigt ist. Ob Konzerte, Messen, Kongresse oder Ausstellungen – überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen, sind die Talente von Menschen gefragt, die sich im Bereich des Eventmanagements auskennen. Eine Firmengründung in dieser dynamischen Branche ist jedoch mit einigen Problemen verbunden, die im Folgenden näher beleuchtet werden sollen.

Die Banken zögern bei der Kreditvergabe

Wie jede Firmengründung ist auch die Gründung einer Eventagentur eine kostspielige Angelegenheit. Ein Büro muss angemietet und mit Inventar ausgestattet werden. Um Tische und andere Gegenstände zum Veranstaltungsort zu transportieren, muss mindestens ein größeres Fahrzeug angeschafft werden. Des Weiteren wird Personal benötigt, dass imstande ist, auch unter Zeitdruck gute Arbeit zu leisten. Der Bedarf summiert sich so schnell auf 30.000 bis 50.000 Franken. Wer Eventmanagement studiert hat und gerade von der Hochschule kommt, hat man bei den Banken schlechte Karten. Die Gefahr, dass die Firma sich am Markt nicht durchsetzen kann, ist aus ihrer Sicht einfach zu groß. Kredite erhalten deshalb nur Personen, die seit Jahren im Eventmanagement tätig sind und Erfolge vorzuweisen haben.

Eventagenturen genießen keinen guten Ruf

Wer einige Jahre lang das Fach Eventmanagement studiert und mit einem entsprechenden Diplom abgeschlossen hat, bringt alle notwendigen Fähigkeiten mit, um erfolgreich in diesem Berufsfeld arbeiten zu können – so sollte man meinen. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Inhaltlich hat sich der Veranstaltungssektor in den letzten zehn Jahren kaum weiterentwickelt. Es fehlt an neuen Impulsen und markanten Persönlichkeiten, die der Branche ein Gesicht geben. Dies führt dazu, dass die Eventbranche oft nicht ernst genommen wird. Jeder, der sich entschließt, ins Eventmanagement einzusteigen, muss sich das Vertrauen seiner Kunden hart erarbeiten.

Das Konzept muss stimmen

Um sich in der Eventbranche behaupten zu können, wird eine konkrete Marktstrategie benötigt. Zu Beginn der Überlegungen stellt sich die Frage, ob man sich als “Allround”-Agentur platzieren oder sich auf einzelne Bereiche konzentrieren möchte. Dies können beispielsweise Sportveranstaltungen, Musikevents, Gastronomieveranstaltungen oder Kultur- und Kunstevents sein. Je nachdem, welches Feld man beackern will, werden verlässliche Partnerfirmen benötigt. Bei Gastronomieevents muss dafür gesorgt sein, dass die Speisen und Getränke von hoher Qualität sind. Einen Fehltritt leistet man sich in dieser Branche nur einmal – danach ist der Ruf auf absehbare Zeit ruiniert.

Der Aufbau eines Kundenstamms ist das A und O

Die wohl größte Herausforderung bei der Gründung einer Eventagentur ist der Aufbau einer Stammklientel, die regelmäßig für Aufträge sorgt. Das Eventmanagement unterscheidet sich auch in dieser Hinsicht von anderen Branchen, in denen es viele Marktteilnehmer gibt, die den Kuchen unter sich aufteilen. Im Eventbereich gibt es nur wenige kleine Firmen, da die meisten von ihnen schnell vom Markt verdrängt werden. Nur die erfolgreichen und finanzkräftigen Unternehmen schaffen es, dauerhaft zu überleben. Fast die Hälfte aller Firmengründungen in der Eventbranche endet deswegen im Misserfolg, weil keine ausreichenden Mittel vorhanden sind, um die Zeit bis zum Erreichen der Gewinnzone zu überbrücken.

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